In diesem Beitrag geht es um die Bildungsmöglichkeiten in Deutschland mit dem Konzept der Waldorfschule.
Vielleicht habt ihr euch schon einmal gefragt, was eigentlich eine Waldorfschule ist. Oder sogar ein Waldorf Kindergarten? Um ehrlich zu sein wusste ich bis vor Kurzem selber nicht, was es damit auf sich hatte, außer eben den üblichen Witzen über diese Schüler, da diese ja immer noch eine Randgruppe in Deutschland darstellen. Die Information, welche ich bis dato besaß, war, dass Waldorf Schüler nicht mehr lernen, als ihren Namen zu tanzen.
Eigentlich hat die Waldorfschule einen recht fraglichen Anfang hinter sich, denn im Jahre 1919 wurde die Schule von Rudolf Steiner gegründet und der Name kommt von, nun ja, einer Zigaretten Fabrik.
Der Name der Zigaretten Fabrik war damals Waldorf Astoria Cigarettes. Das Besondere war schon bei Gründung dieser Schule, wahrscheinlich aus der Not heraus, da die Schule eine Einrichtung für die Arbeiter der Zigaretten Fabrik war, dass die Schule koedukativ war.
Koedukation bedeutet, dass die Schule nicht getrennt war zwischen Jungen und Mädchen oder Schwarz und Weiß. Also ist die Waldorfschule eigentlich ein Vorreiter seiner Zeit gewesen. Für Mädchen gab es sogar einst das Lyzeum, eine Art von Handarbeit und Werken Schule an der sie zu Hausfrauen erzogen wurden.
Für euch am wichtigsten ist wahrscheinlich die Tatsache, dass es an der Waldorfschule keine Noten gibt. Interessant ist jedoch auch, dass diese Schulform höchst spirituell gestaltet ist und der Mensch verschiedene Phasen durchlebt, wie die Geburt des eigenen Ätherleibes durch den Zahnwechsel oder die Geburt des Astralleibes während der Pubertät.
Die Lehrbereiche unterscheiden sich im Denken, Fühlen und dem Wollen. Dabei steht das Denken für die intellektuelle Bildung, das Fühlen für die künstlerische Förderung und das Wollen für die handwerkliche Förderung.
Man kann also sagen, dass es bei dieser Schulart sehr stark darum geht, die Interessen des Schülers selbst zu wecken und dann zu fördern.
Diese Schulform steht sehr stark in der Kritik und ist meiner Meinung nach noch recht fragwürdig. Mit Steiner scheint es beinahe eine Art Personenkult zu geben, da seine Ideale und Methoden durch hellseherische Methoden erbracht wurden und erst langsam lenken die Pädagogen dieser Schulform ein und hinterfragen die eigenen Lehrmethoden.